Bochum ruft nicht alle Fördermittel für Nahmobilität ab

Im vergangenen Jahr hat die Stadt Bochum 6 Maßnahmen zur Nahmobilität für die Landesförderung angemeldet. Rund eine halbe Million Euro hatte die Stadt Bochum an Fördermitteln dafür zugesprochen bekommen.

Sebastian Pewny, Bochumer Abgeordneter im Ruhrparlament (Grüne) bemerkt dazu: “Zunächst einmal ist es sehr erfreulich, dass die Stadt im Bereich Nahmobilität Förderprogramme nutzen möchte. Vor dem Hintergrund ist mir allerdings sehr schleierhaft, wieso ungefähr 115.000 Euro für den Bau eines Rad- und Fußweges in Bochum schlicht nicht abgerufen worden sind.”

Im Strukturausschuss des Regionalparlaments teilte die Bezirksregierung Arnsberg kürzlich mit, dass die Stadt Bochum die Mittel für den Bau eines Geh- und Radweges zwischen Schnat und Nevelstraße als Zubringer zum Springorumradweg nicht abgerufen hat. Die Mittel sind laut Bezirksregierung jetzt in andere Projekte des Regierungsbezirks geflossen.

Pewny äußert sich kritisch: “Mit der neuen Landesregierung wissen wir nicht, ob die Mittel für Nahmobilität in Zukunft noch im heutigen Umfang zur Verfügung stehen. Daher ist es fahrlässig Fördermittel in diesem Umfang liegen zu lassen. Wir brauchen einen Lückenschluss im Radverkehrsnetz und da sind Zubringer zu den wichtigen Raverkehrstrassen ein wichtiger Baustein.”

Pewny, der gleichzeitig verkehrspolitischer Sprecher der Grünen in Bochum ist, kündigt für nächsten Mobilitätsausschuss eine Anfrage an. Die soll Licht ins Dunkel bringen, warum die Stadtverwaltung die Fördermittel nicht abgerufen hat und wie es mit der geplanten Maßnahme nun weitergeht.