„Wie jetzt im Ruhrparlament bekannt wurde, hat die Stadt Bochum auf eine Beantragung von Fördermitteln für den Rad- und Fußwegebau im Rahmen des Förderprogramms Nahmobilität 2018 gänzlich verzichtet. Lediglich für Öffentlichkeitsarbeit sei ein kleiner Betrag beantragt worden. Wir sind uns noch nicht ganz sicher, was das zu bedeuten hat. Entweder die Stadt benötigt keine Fördermittel für den Radwegebau, oder im Bereich Straßenplanung verschläft man derzeit die Planung von Rad- und Fußwegen. Beides wäre ein Grund, hier hart durchzugreifen. Es kann nicht sein, dass die vom Rat beschlossenen Maßnahmen zum Radwegebau ignoriert werden und Hilfe vom Land nicht angenommen wird. Wer sich offenen Auges durch Bochum bewegt weiß, dass an vielen Ecken und Enden Rad- und Fußwege fehlen“ so Sebastian Pewny, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen im Rat.

Besonders pikant: Die 2017 nicht realisierte Maßnahme Zubringer zum Springorumradweg, bei der die Stadt Fördermittel verfallen lassen hat, wurde 2018 gar nicht erst wieder angemeldet. Die Grünen haben nun angekündigt, im kommenden Mobilitätsausschuss eine Anfrage zu dem Thema stellen zu wollen. Der Stadtbaurat müsse sich erklären, heißt es aus der Grünen Fraktion.