Meine
Geschichte

 

Meine Familie

Meine Eltern verbrachten ihre ersten gemeinsamen Jahre in Bochums Nachbarstadt Herne. Am 28.01.1992 bin ich in Bochum als Sohn von Ralf und Andrea Pewny zur Welt gekommen.

Mein kleinerer Bruder wurde zwei Jahre später ebenfalls in Bochum zur Welt gebracht. Unsere Krabbeljahre verbrachten wir in einer Mietwohnung in Bochum-Hamme. Nach einiger Zeit verließen wir Bochum-Mitte und zogen in den Wattenscheider Ortsteil Eppendorf. Hier verbrachte ich meine Kindheit und ersten Grundschuljahre in der Grundschule Eppendorf.

Mitten in der Grundschulzeit beschlossen meine Eltern einen erneuten Umzug und so zogen wir an den Stadtgartenring in Wattenscheid-Mitte. Ein Grundschulwechsel wurde notwendig und so besuchte ich fortan die Grundschule Südfeldmark. Den Stadtgarten um die Ecke waren es traumhafte Jahre mit ersten echten Berührungen zur Flora und Fauna.

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Meine Liebe zur Natur

Nach der Grundschulzeit folgte die weiterführende Schulzeit an der Wattenscheider Maria-Sybilla-Merian Gesamtschule. Die Grundschulzeit habe ich mehr draußen, als am Schreibtisch verbracht und so hatten meine Eltern die Wahl mich entweder zur Haupt- oder Gesamtschule zu schicken. Meine Lehrerin empfahl die Hauptschule, denn sie glaubte ich könnte mich an einer großen Gesamtschule nicht behaupten.

Zeitgleich machten meine Eltern mit mir Urlaub auf einer französischen Mittelmeerinsel. "Man kann mir die Augen und die Ohren verschließen und ich würde meine Heimat Korsika allein am Duft erkennen" sagte Napoleon Bonaparte über jene Insel. 
Und tatsächlich: Der Urlaub und die unzähligen weiteren Besuche haben eine unerschütterliche Naturliebe in mir ausgelöst. Für mich ist Korsika der schönste Ort auf diesem blauen Planeten. 

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Fleißjahre

Eine Gesamtschule sollte es also werden. Und so kam es dann auch. Klasse 5f an der MSM-Gesamtschule zusammen mit 180 Schülern in einer Jahrgansstufe. 

Hier lernte ich neben der ganzen schulischen Ausbildung viele Dinge die mein Leben fortan prägen sollten. Ich lernte was es heißt für andere einzustehen, was es bedeutet Verantwortung zu tragen, wie wichtig es ist voneinander zu lernen, das andere Kulturen den Horizont erweitern und was für ein Glück es ist in einer freien Demokratie zu leben. 

Hier lernte ich auch den Umweltschutz kennen, denn die Schule nahm am Agenda21 Prozess der Stadtverwaltung teil. Energie sparen, Druckerpatronen recyclen und vieles weitere stand auf dem Tagesplan. Hier trete ich in die Grüne Partei ein.

Auch die vielen Jahre im Schulzirkus und hinterher als Leiter einer Arbeitsgemeinschaft und späteren Schülerfirma für Eventtechnik haben mich sehr geprägt und mir bis heute eine Faszination für technische Geräte geschenkt. 

Zwischendurch: Noch ein Umzug stand an. Meine Eltern kauften sich ein Haus im Wattenscheider Ortsteil Güünnigfeld. 

Schulabschluss nach Klasse 10. Viel Fleiß steckte dadrin und es hat sich gelohnt. Ein sehr guter Notendurchschnitt und die Qualifikation zum Besuch der gymnasialen Oberstufe. 

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Die nicht mehr ganz so fleißigen Jahre

Der Weg zum Abitur ist mir recht einfach gefallen. Ich wusste auch, dass ich mit Geowissenschaften ein NC-freies Fach studieren möchte. Also war ich nicht besonders fleißig und gab mir auch bei der Abiturprüfung keine besondere Mühe. 

Neben dem Abitur bin ich im Vorstand meines Parteiortsverbandes in Wattenscheid und außerdem in der Grünen Jugend Bochum und Wattenscheid aktiv. Ich bin erschüttert. Die Bochumer Grünen kündigen die Schlißung der beiden Grundschulen die ich besucht habe an. Da muss man doch was gegen tun.  Wir formieren Widerstand. Vergeblich.

Mit dem Abitur in der Hand besuche ich meine ehmalige Grundschullehrerin und zeige ihr, dass sie damals Unrecht hatte -ich konnte mich behaupten. Mit dem Abitur bezog ich im Haus meiner Eltern eine eigene Wohnung, welche ich auch selbst finanzierte. Dafür habe ich angefangen neben dem Studium zu arbeiten.

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Meine Antrieb

Im Stadtrat sitzen 10 Grüne. Keiner davon kommt aus Wattenscheid. Dabei ist es der zweitgrößte Stadtteil. Ich entscheide mich parallel zum Studium in die Kommunalpolitik zu gehen. Auch aus Frust über Fehlentscheidungen möchte ich es besser machen.

Ich kandidiere auf dem Parteitag der Grünen im Februar 2014 für die Kommunalwahlliste auf dem sicheren Listenplatz 8. Zwei meiner Gegenkandidaten sind derzeit Ratsmitglieder. Ich rede über Bäume, über klare Kante, über Wattenscheid. Am Ende kann ich mich durchsetzen, im ersten Wahlgang mit einem sehr guten Ergebnis. 

Die Arbeit beginnt: Wahlkampf. Dann hat es tatsächlich geklappt. Mit dem besten Ergebnis für die Grünen in Bochum seit ihrem Bestehen ziehe ich in den Stadtrat ein. Jetzt kann die Arbeit endlich beginnen. Zunächst zwei, später drei Ausschüsse übernehme ich. Verantwortung und Verpflichtung. Mittlerweile wohne ich in einer eigenen Wohnung in der Wattenscheider Fußgängerzone, arbeite bei zwei Arbeitgebern, sitze im Stadtrat, im Regionalparlament, in zwei Verwaltungsräten und einem Aufsichtsrat. Das Studium ist in den Endzügen. Meine Woche hat fast 60 Stunden. Es ist Pflicht und Erfüllung zugleich.

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Mein Versprechen

Ich mache Politik mit einem klaren ökologischen Kompass. Dabei bin ich nicht ideologisch verbohrt oder behaupte immer den richtigen Weg zu kennen. Ich verspreche mit allen über alles zu reden, aber ich verspreche nicht ihrer Meinung zu sein. 

Ich mache eine Politik des Gehörtwerdens. Ich nehme ihre Anliegen, ob klein oder groß, ernst und versuche diese in die Stadtratsgremien zu tragen.

Ich bin kein Parteisoldat. Ich bilde mir eine eigene Meinung und wenn sie von meiner Partei abweicht, dann vertrete ich diese trotzdem. 

Ich verspreche die große Verantwortung, die mir durch die Ehre der Wahl in den Stadtrat, gegeben mit großer Demut anzunehmen. Frei von Fehlern bin ich aber nicht.